SLICE: 3D-Druck verwandelt Tennisbälle in Sneaker

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SLICE: 3D-Druck verwandelt Tennisbälle in Sneaker

Zusammenfassung

SLICE: von gebrauchten Tennisbällen zu neuen Sneakern dank 3D-Druck

Ein junger Designer verwandelt einen Sportabfall in Schuhe mithilfe von 3D-gedruckten Führungen. Das Projekt zielt darauf ab, Millionen von Bällen, die jedes Jahr auf der Deponie landen, neues Leben zu geben.

Soroosh Riazi Isfahani, student

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SLICE: von gebrauchten Tennisbällen zu neuen Sneakern dank 3D-Druck

Ein junger Designer verwandelt einen Sportabfall in Schuhe mithilfe von 3D-gedruckten Führungen. Das Projekt zielt darauf ab, Millionen von Bällen, die jedes Jahr auf der Deponie landen, neues Leben zu geben.

Soroosh Riazi Isfahani, Designstudent am Royal College of Art und am Imperial College London, hat diesen Sommer SLICE beim James Dyson Award 2026 vorgestellt. Das System verwandelt ausgediente Tennisbälle in Schuhe durch einen Prozess, der weder Wärme noch chemische Klebstoffe benötigt.

Das Problem des Sportabfalls

Jedes Jahr werden Hunderte Millionen Tennisbälle zu schwer recycelbarem Abfall. Der Großteil landet für Jahrhunderte auf Deponien.

Weltweit werden jedes Jahr zwischen 300 und 400 Millionen Tennis- und Padelbälle produziert. Nur ein winziger Teil wird wiederverwendet.

Nach wenigen Spielen verlieren die Bälle Druck und werden unbrauchbar. Auf Deponien können sie über 400 Jahre brauchen, um sich zu zersetzen.

Die Zahlen des Problems

  • 300-400 Millionen Bälle werden weltweit jedes Jahr produziert
  • Nur 11 % werden recycelt
  • Ein Grand-Slam-Turnier verwendet in zwei Wochen fast 100.000 Bälle
  • Über 400 Jahre, um sich auf einer Deponie zu zersetzen

Traditionelles Recycling ist kompliziert. Gummi, Klebstoff und Filz sind schwer wirtschaftlich nachhaltig zu trennen. Die zurückgewonnenen Bälle landen in Anwendungen mit geringem Wert wie Bodenbelägen oder Tierspielzeug.

Vom Zerkleinern zum Präzisionsschneiden

Der Designer änderte seinen Ansatz, nachdem er entdeckte, dass das Zerkleinern der Bälle ihre besten Eigenschaften zerstörte.

Isfahani versuchte zunächst, die Bälle zu zerkleinern und das Material mit Naturkautschuk zu mischen, um Sohlen herzustellen. Der Prozess funktionierte, erforderte aber viel Energie.

Das Hauptproblem: Das Zerkleinern zerstörte wertvolle Eigenschaften wie Krümmung, Elastizität und die Verbindung zwischen Gummi und Filz. Daher die Wende: Schneiden statt Zerkleinern.

3D-gedruckte Führungen für jeden Schnitt

Das präzise Schneiden eines Tennisballs ist komplex. Die Lösung kommt aus der additiven Fertigung.

Die gekrümmte Oberfläche, der Innendruck und die Verformung unter der Klinge erschweren es, mit der Hand gleichmäßige Schnitte zu erzielen. Isfahani hat das Problem gelöst, indem er 3D-gedruckte Führungen verwendet, die den Ball fixieren und seine Oberfläche in präzise Abschnitte unterteilen.

Jede Führung entsteht aus einer digitalen Datei. Dadurch lässt sie sich leicht an verschiedene Schuhgrößen oder neue Designs anpassen, darunter Taschen und Sportaccessoires.

Der SLICE-Prozess

  1. Geführtes Schneiden: Die 3D-gedruckten Führungen fixieren den Ball und definieren den Weg der Klinge, um gebogene Streifen und Kappen zu erhalten.
  2. Modellierung: Die Teile werden auf einer traditionellen Schusterform modelliert.
  3. Nähen: Die Abschnitte werden mit ausgedienten Tennissaiten zusammengenäht, ohne Hitze oder Klebstoffe.

Ästhetik der sichtbaren Wiederverwendung

Aus jedem Ball werden gebogene Streifen und Kappen gewonnen, die auf einer Schusterform geformt werden. Die Abschnitte werden mit Schnüren aus ausgedienten Tennisschlägern zusammengenäht.

Der gelbe Filz, die weißen Nähte und die Gebrauchsspuren bleiben sichtbar. Sie werden Teil der Ästhetik des Schuhs, mit einem Ansatz, der an Freitag-Taschen erinnert, die aus LKW-Planen hergestellt werden.

Keine zusätzlichen Chemikalien

Der Prozess erfordert weder Wärme noch chemische Klebstoffe. Alles basiert auf mechanischem Schneiden und traditionellem Nähen mit recycelten Materialien.

Zukünftige Entwicklungen

Isfahani möchte nun komplexere Modelle entwickeln, indem er die Ballabschnitte mit Lederresten kombiniert. Das auf digitalen Dateien basierende System macht die Produktion skalierbar und erleichtert die Personalisierung.

Der 3D-Druck bestätigt sich als Schlüsselwerkzeug nicht nur für die Endproduktion, sondern auch für die Ermöglichung von Kreislaufwirtschaftsprozessen durch maßgeschneiderte und kostengünstige Ausrüstung.

articolo scritto con l'ausilio di sistemi di intelligenza artificiale

Fragen & Antworten

Wer hat das SLICE-Projekt zur Wiederverwertung von Tennisbällen entwickelt?

Das Projekt wurde von Soroosh Riazi Isfahani, einem Designstudenten am Royal College of Art und am Imperial College London, entwickelt. Es wurde als Kandidat für den James Dyson Award 2026 eingereicht.

Warum ist das Schreddern von Tennisbällen nicht die beste Lösung?

Beim Schreddern gehen wertstoffeigenschaften wie die Krümmung, Elastizität und die bestehende Verbindung zwischen Gummi und Filz verloren. Zudem erfordert dieser Prozess im Vergleich zum Präzisionsschnitt einen hohen Energieaufwand.

Welche Rolle spielt der 3D-Druck im SLICE-System?

Der 3D-Druck wird verwendet, um individuelle Führungen zu erstellen, die den Ball fixieren und den exakten Weg der Klinge definieren. Dies ermöglicht gleichmäßige Schnitte auf gekrümmten Oberflächen, ohne das Material zu verformen.

Wie lange dauert es, bis Tennisbälle auf einer Deponie vollständig abgebaut sind?

Ausgediente Tennisbälle können über 400 Jahre benötigen, um auf einer Deponie vollständig abgebaut zu werden. Derzeit wird nur 1 % der jährlich produzierten Hunderte Millionen von Bällen recycelt.

Verwendet der SLICE-Prozess Hitze oder chemische Klebstoffe?

Nein, das SLICE-System ist darauf ausgelegt, Tennisbälle in Schuhe zu verwandeln, ohne Hitze oder chemische Klebstoffe zu benötigen. Dieser Ansatz macht den Prozess nachhaltiger und erhält die ursprünglichen Materialeigenschaften.

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