Archäologie: 3D-Druck-Nachbildung eines römischen Spielbretts

generata da ia
Archäologie: 3D-Druck repliziert römisches Spielbrett

Zusammenfassung

3D-Scan und 3D-Druck bringen ein 1.700 Jahre altes römisches Spielbrett zurück ins Spiel

Ein antikes steinernes Spielbrett, das im römischen Britannien verwendet wurde, wurde mit 3D-Druck nachgebildet. Das Projekt der Universität Newcastle und des Vindolanda Charitable Trust ermöglichte die Erstellung einer originalgetreuen Nachbildung des

Höre die Zusammenfassung

3D-Scan und 3D-Druck bringen ein 1.700 Jahre altes römisches Spielbrett zurück ins Spiel

Ein antikes steinernes Spielbrett, das im römischen Britannien verwendet wurde, wurde mit 3D-Druck nachgebildet. Das Projekt der Universität Newcastle und des Vindolanda Charitable Trust ermöglichte die Erstellung einer originalgetreuen Nachbildung des archäologischen Fundstücks vor seiner Abreise zu einer internationalen Ausstellung in Kanada.

Das originale Spielbrett stammt aus fast zwei Jahrtausenden und wurde 2019 bei Ausgrabungen in Vindolanda entdeckt, einer der bedeutendsten archäologischen Stätten im Norden Englands.

Von der Entdeckung zur Digitalisierung

*Die Archäologen identifizierten das Fundstück als ein Spielbrett für das Ludus Latrunculorum, das am weitesten verbreitete Strategiespiel im antiken römischen Britannien.*

Das Spielbrett besteht aus fünf Steinbruchstücken. Vor seiner Abreise nach Kanada beschloss das Team von Vindolanda, eine möglichst originalgetreue Kopie davon zu bewahren.

Die Spezialisten der Universität Newcastle verwendeten einen 3D-Scanner, um jedes Fragment zu digitalisieren. Dieser Prozess ermöglichte es, jedes Detail der Steinoberfläche zu erfassen.

Zusammenfassung

  • 1.700 Jahre altes römisches Spielbrett, 2019 in Vindolanda entdeckt
  • 3D-Scan der fünf Steinfragmente
  • In PLA gedrucktes Replikat für Konservierung und museale Nutzung
  • Interaktives digitales Modell für virtuelle Erkundung

Die Replik aus PLA

*Ausgehend von den digitalen Modellen haben die Ingenieure ein physisches Replikat mittels additiver Fertigung hergestellt.*

Die Kopie wurde in 3D unter Verwendung von PLA als Material gedruckt. Neben dem physischen Replikat hat das Projekt ein interaktives digitales Modell erstellt, das es ermöglicht, das Spielbrett aus jedem Winkel zu betrachten.

Diese doppelte Lösung gewährleistet sowohl die physische Konservierung als auch die digitale Zugänglichkeit des Fundstücks.

Der Ludus Latrunculorum: römische Strategie

*Die genauen Spielregeln haben sich im Laufe der Zeit verloren, aber Historiker haben seine Funktionsweise teilweise anhand literarischer Referenzen und archäologischer Funde rekonstruiert.*

Der Ludus Latrunculorum war ein Strategiespiel für zwei Spieler. Die Mechanik wies Ähnlichkeiten mit modernen Strategiespielen auf, bei denen die Teilnehmer die Spielsteine des Gegners einkreisen und fangen mussten.

Mehrere römische Autoren haben literarische Hinweise hinterlassen, die den Gelehrten geholfen haben, ihre Dynamik zu verstehen.

Jenseits der Mauern des Forts

*Der Fundort hat unerwartete Informationen über das tägliche Leben im römischen Britannien enthüllt.*

Die Archäologen haben das Spielbrett außerhalb der Verteidigungsanlagen des Forts gefunden, in einem von der Zivilbevölkerung frequentierten Bereich. Diese Entdeckung hat die bisherigen Hypothesen verändert.

Archäologische Anmerkung

Lange dachte man, dass Ludus Latrunculorum hauptsächlich ein militärischer Zeitvertreib war. Der Fund in Vindolanda deutet jedoch darauf hin, dass auch Frauen, Kinder, Händler und andere zivile Bewohner an diesem Spiel teilnahmen.

Die Position des Spielbretts stärkt die Hypothese, dass Unterhaltung in verschiedenen Schichten der römischen Bevölkerung in Britannien verbreitet war.

Von der Vitrine zum aktiven Spiel

*Die gedruckte Nachbildung wird nicht nur eine Ausstellungsfunktion haben.*

Das Ziel des Projekts ist es, den Museumsbesuchern zu ermöglichen, mit dem Spielbrett zu interagieren. Die Kopie aus PLA kann berührt und benutzt werden, ohne das Original zu beschädigen.

Dieser Ansatz ist ein konkretes Beispiel dafür, wie der 3D-Druck den Zugang zu Kulturgütern demokratisieren kann. Die Besucher können direkt ein Objekt des römischen Alltagslebens erleben.

3D-Technologien für das Kulturerbe

*Das Vindolanda-Projekt zeigt das Potenzial der additiven Fertigung in der archäologischen Konservierung und Vermittlung.*

Die Kombination von 3D-Scan und additiver Fertigung bietet mehrere Vorteile. Sie ermöglicht die dauerhafte digitale Konservierung von Fundstücken, die Erstellung von Kopien für mehrere Ausstellungen und die direkte Interaktion des Publikums mit originalgetreuen Nachbildungen.

PLA erweist sich auch im musealen Bereich als vielseitiges Material. Seine einfache Druckbarkeit und die geringen Kosten machen es ideal für groß angelegte Kulturvermittlungsprojekte.

articolo scritto con l'ausilio di sistemi di intelligenza artificiale

Fragen & Antworten

Was ist das in Vindolanda wiedergefundene Ludus Latrunculorum?

Es ist ein antikes römisches Strategiespiel für zwei Spieler, ähnlich dem Schach, bei dem es darum ging, die gegnerischen Steine zu umzingeln und zu schlagen. Das 2019 entdeckte Steinbrett besteht aus fünf Fragmenten.

Wie wurde die Replik des römischen Spielbretts hergestellt?

Spezialisten der Universität Newcastle digitalisierten zunächst die fünf Originalfragmente mittels 3D-Scanner. Anschließend fertigten sie unter Einsatz additiver Technologie und PLA-Material eine physisch getreue Kopie an.

Warum wurde eine 3D-gedruckte Kopie des Fundstücks erstellt?

Die Replik wurde angefertigt, um eine physische Version des Brettes in Vindolanda zu bewahren, während das Original für eine internationale Ausstellung nach Kanada transportiert wurde. Zudem wurde ein interaktives digitales Modell für virtuelle Studien erstellt.

Wo genau wurde das Steinbrett gefunden?

Das Fundstück wurde außerhalb der Befestigungsanlagen des Forts Vindolanda in einem von der Zivilbevölkerung frequentierten Bereich geborgen. Diese Lage hat frühere Annahmen über den Alltag an diesem Standort verändert.

Wie alt ist das in 3D reproduzierte römische Spielbrett?

Das Originalbrett stammt aus der Zeit des römischen Britannien vor etwa 1.700 Jahren. Seine Entdeckung während der Ausgrabungen von 2019 ermöglichte die Erforschung dieses wichtigen historischen Artefakts durch neue Technologien.

/